Schaubergwerk und Knappschaft feierten 25-jähriges Jubiläum

 

ALLEN GRUND ZUM FEIERN GAB ES AM 25. JULI 2015 BEIM SCHAUBERGWERK KUPFERPLATTE IN JOCHBERG: 25 JAHRE KNAPPSCHAFT, 25 JAHRE SCHAUBERGWERK UND EINE SEIT 100 JAHREN BESTEHENDE BERGBAUBERECHTIGUNG

Allen Grund zum Feiern gab es am 25. Juli 2015 beim Schaubergwerk Kupferplatte in Jochberg.

Bereits im Mittelalter wurde in der Gegend von Jochberg nach Kupfer geschürft. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts bürgerte sich der Name "Kupferplatte" für das Bergbaurevier in Jochberg ein. In der Blütezeit wurden durch die Arbeitskraft von 160 Bergleuten auf einer Länge von 30 km jährlich 1.800 Tonnen Kupfererz gewonnen und bis 1874 in Jochberg auch verhüttet. Im Jahr 1926 wurde der Abbau eingestellt. Seit dieser Zeit blieben die weit-verzweigten Stollen und Schächte sich selbst überlassen. Die kilometerlangen, unterirdischen Stollen und Schächte brachen ein und wurden damit unzugänglich.

Solch ein Bild bot sich Familie Grander, die Ende der 1980iger Jahre das stillgelegte, verlassene Bergwerk in Jochberg – inklusive der 1915 verliehen Grubenrechte – übernahm. Gemeinsam mit motivierten und engagierten Bergbau-Idealisten entschloss man sich, das Bergwerk wieder herzustellen und in Folge in ein Schaubergwerk umzuwandeln, das die regionale Bergbaugeschichte darstellt und die Bergbau-Tradition weiterleben lässt.

Familie, Freunde und freiwillige Helfer wurden aktiviert und mit enormer Begeisterung wurde fast Unmögliches möglich gemacht: Tonnen von Schutt und Geröll wurden händisch abtransportiert, die Stollen gestützt und gesichert und der Wetterschacht zur Belüftung und Luftzufuhr instandgesetzt. Nach langen und intensiven Renovierungsarbeiten war es am 28. Juli 1990 soweit und das Schaubergwerk Kupferplatte wurde feierlich für Besucher eröffnet.

Während den intensiven Renovierungs- und Revitalisierungsarbeiten fanden die Bergbaufreunde keine Zeit den geplanten Verein zu gründen. Erst am 23. Juli 1990 fand die Gründungsversammlung mit zirka 10 Gründungsmitgliedern und Aktiven statt. Heute nennt sich der Verein "Knappschaft Jochberg" und umfasst an die 160 stolze Mitglieder. Der Verein, der von Johann Grander (Obmann) und Heidemarie Grander (Obmann Stv.) geführt wird, pflegt mit seinen Mitgliedern Brauchtum und Tradition. Regelmäßig wird an Ausrückungen mit der traditionellen Bergmannsbekleidung teilgenommen, es finden Exkursionen zu aktiven oder stillgelegten Bergwerken statt, Gegeneinladungen zur Besichtigung des Erbstollens Kupferplatte werden ausgesprochen und jährlich am 4. Dezember findet zu Ehren der Schutzpatronin der Bergleute die Barbara-Feier statt.

Das 25-jährige Jubiläum der Knappschaft und des Schaubergwerks und 100-jährige Bergbaurecht wurde im Beisein vieler Besucher groß gefeiert. Vor der Fahnenweihe bedankte sich Johann Grander bei allen Mitgliedern für die aktive Teilnahme an den Ausrückungen, für die Unterstützung bei Veranstaltungen und die aktive Auf- und Ausbauhilfe des Schaubergwerkes. Zum Jubiläum wurde im Rahmen der Bergandacht die bereits 2003 angeschaffte und gesegnete Traditionsfahne der Knappschaft geweiht. Die Traditionelle Bergknappen Musikkapelle Jochberg spielte zum Platzkonzert vor dem Stollen auf und das „Jubiläums-Stollenfest“ klang fröhlich mit dem Jochberger Blechschod´n aus.

 

 

 ritorno

 

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